3 Jahre Netzwerk „Gut leben mit Demenz in Klosterneuburg“ – Bürgermeister gratulierte der Initiative zur erfolgreichen Netzwerkarbeit

Am 5. Dezember, am internationalen Tag der Ehrenamtlichen, feierte das über Niederösterreich hinaus geltende best practice-Netzwerk „Gut leben mit Demenz in Klosterneuburg“ sein drei-jähriges Bestehen im Festsaal des Rathauses Klosterneuburg.

Mit Vorträgen, mit Aktionstagen, mit Vernetzung zwischen unterschiedlichen Gruppen wie Betroffenen, Angehörigen, Vereinen, Unternehmen und Trägern von mobilen und stationären Diensten wurde ein dichtes Netz geknüpft und Informations- und Sensibilisierungsarbeit für das Thema Demenz in Klosterneuburg geleistet.

Albert Gaubitzer, Obmann des Vereins „Gut leben mit Demenz in Klosterneuburg“ eröffnete den Festakt und bedankte sich bei der Stadtgemeinde Klosterneuburg und bei der Caritas als Initiatorin, sowie bei allen Netzwerkpartnern. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager gratulierte dem Netzwerk zur großartigen und erfolgreichen Arbeit und betonte die Wichtigkeit des Themas Demenz für die Stadtgemeinde Klosterneuburg: „Es soll normal werden, dass sich Menschen mit Demenz sicher genug fühlen, am öffentlichen Leben teilzunehmen.“ Gleichzeitig versicherte er dem Netzwerk auch weiterhin die Unterstützung der Gemeinde. Schmuckenschlager dankte im Namen der Stadtgemeinde der Koordinatorin des Netzwerkes Petra Mühlberger für die hervorragende Arbeit.

Auch Caritas Generalsekretär Klaus Schwertner bedankte sich bei der Stadtgemeinde und bei allen Netzwerkpartnern für die Unterstützung und für die gute Zusammenarbeit: „Ich danke Ihnen allen! Niemand alleine kann eine Gemeinde, ein Grätzel, einen Stadtteil demenzfreundlich gestalten – das geht nur gemeinsam, mit Zusammenarbeit auf Augenhöhe und mit Netzwerkpartner, die alles etwas beitragen – in gegenseitigem Vertrauen! Ich freue mich, dass diese Initiative so erfolgreich ist und wir werden natürlich weiterhin Teil dieser Initiative bleiben.“ Schwertner weiter über das Netzwerk: „Das Netzwerk ist ein Beitrag für soziale Wärme, für Zusammenhalt, für ein Miteinander und gegen Kälte, gegen Einsamkeit!“

Dass sich Angehörige heute bereits früher an das Netzwerk wenden, die Demenz-Sprechstunde des Netzwerks in der Gemeinde nutzen, ist ein großer Erfolg der letzten drei Jahre. Wichtig ist es, die Tabuisierung der Krankheit Demenz aufzubrechen, sodass Angehörige und Betroffene frühzeitig Hilfe holen. Netzwerk-Koordinatorin Petra Mühlberger zeigte anschaulich mit welchen Maßnahmen eine erste Sensibilisierung gelungen ist.

Obmann Albert Gaubitzer spannte den Bogen für das Netzwerk in seinem Ausblick weiter: „Wir werden nicht aufhören daran zu arbeiten, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen ein gutes Leben hier in unserer Stadt leben können – mitten in der Gesellschaft. Und ich bitte alle Netzwerkpartner gemeinsam mit uns daran weiterzuarbeiten.“

Das Netzwerk „Gut leben mit Demenz in Klosterneuburg“

Es ist sehr vielen Menschen, mittlerweile 40 Organisationen und 100 Personen, in Klosterneuburg sowohl aus privaten als auch beruflichen Gründen ein wichtiges Anliegen, das Thema Demenz in der Stadt sichtbarer zu machen. Die flexible Struktur des Netzwerks gewährleistet auch in Zukunft ein kontinuierliches Wachstum: Es können jederzeit neue Netzwerkpartner hinzukommen.

Erste Ergebnisse hinsichtlich der Wirkung der Aktivitäten des Netzwerks zeigen, dass bereits viel an Informations- und Sensibilisierungsarbeit im Rahmen der Aktivitäten des Netzwerks gelungen ist. So wurde bereits ein wesentlich inklusiveres Umfeld für Menschen mit Demenz geschaffen über Aktionstage, den Fahrtendienst, Erzählcafe`s und über die Netzwerkaktivität an sich. Die Netzwerkpartner kennen sich und arbeiten sehr eng zusammen, wenn es um das Thema Demenz geht, und können so eine größere Wirkung in der Öffentlichkeit erzeugen. Über die Wissensvermittlung vor allem bei den Vorträgen oder der Angehörigengruppe LICHTBLICK sowie durch die große Auswahl an Büchern und Medien für Jung und Alt in der Bibliothek St. Martin, konnten viele Betroffene und Angehörige in ihrem Tun gestärkt und unterstützt werden.

Insgesamt tragen ein Mehr an Achtsamkeit, ein Weniger an Schamgefühlen, mehr Empathie für Menschen mit Demenz, mehr Verständnis durch Information zu einer demenzfreundlicheren Umgebung in Klosterneuburg bei. Die Selbsthilfegruppe PROMENZ hat einen wesentlichen Beitrag zur Enttabuisierung geleistet. So haben Vertreter der Selbsthilfegruppe PROMENZ bei den diesjährigen Aktionstagen im Mai das Bild, wie „Menschen mit Demenz“ seien, doch gehörig auf den Kopf gestellt.

Das Netzwerk „Gut leben mit Demenz in Klosterneuburg“ freut sich weiterhin über Unterstützung.

Kontakt und Information:

Obmann Albert Gaubitzer
www.demenz-klosterneuburg.at